Karrierestrategie

Unter Karrierestrategie versteht man die bewusste Planung und Gestaltung der eigenen Laufbahn auf ein selbst gesetztes Ziel hin. Zu einer Karrierestrategie gehören die Klärung der eigenen Motive, eine Bestandsaufnahme der Kompetenzen und die Entscheidung über die nächsten Schritte. Wer strategisch vorgeht, überprüft das Ziel in Abständen und passt es an veränderte Lebensumstände an.

Eine Karrierestrategie braucht ein Ziel, das sich lohnt

Den meisten Menschen, die in meine Beratung kommen, ist längst klar, dass sie ihre Laufbahn selbst gestalten müssen. Offen ist eine andere Frage: Was ist meine persönliche Strategie? Und dafür braucht es ein Ziel, das sich lohnt.

Ohne dieses Ziel bleibt es bei einzelnen Schritten. Eine Weiterbildung hier, ein Netzwerktreffen dort, gelegentlich eine Bewerbung auf eine Stelle, die halbwegs passt.

Zu einer Karrierestrategie gehören:

  • Ein Ziel, das zur eigenen Persönlichkeit und den eigenen Motiven passt
  • Eine Bestandsaufnahme: Welche Kompetenzen bringe ich mit, welche fehlen für dieses Ziel?
  • Konkrete Schritte für die nächsten ein bis zwei Jahre, keine Zehnjahresplanung
  • Ein fester Zeitpunkt, an dem Sie prüfen, ob Ziel und Weg noch passen

Karriere-Profiling in Hamburg beantwortet die Frage nach der eigenen Person mit einem wissenschaftlich fundierten Verfahren. Es macht Motive, Stärken und Entwicklungsfelder sichtbar und schafft damit die Grundlage für eine belastbare Entscheidung.

Schwierig wird es bei der Frage, was Karriere für einen selbst bedeutet. Viele bringen dazu eine feste Annahme mit.

Karrierestrategie, den eigenen Begriff von Erfolg klären

Das häufigste Missverständnis in meiner Beratung: Strategie bedeute höher, schneller, weiter. Nach diesem Muster wäre die nächste Hierarchiestufe automatisch das richtige Ziel.

Oft frage ich deshalb: Was verstehen Sie unter Karriere? Wann sind Sie aus Ihrer Sicht erfolgreich?

Die Antworten fallen sehr unterschiedlich aus. Für die eine bedeutet Erfolg Führungsverantwortung, für den anderen fachliche Tiefe, verlässliche Arbeitszeiten oder eine Aufgabe mit sichtbarem Nutzen.

Wer seine Strategie am Aufstiegsmuster ausrichtet, obwohl der eigene Erfolgsbegriff woanders liegt, erreicht das Ziel und bleibt trotzdem unzufrieden.

Bleibt die Frage, wie ein Ziel entsteht, das diesen Test besteht.

Wie entsteht ein Ziel, das sich lohnt?

Die Reihenfolge entscheidet. Erst die Selbstklärung, dann das Ziel. Wer sie umdreht, landet bei Zielen, die im Lebenslauf gut aussehen und im Alltag keine Freude machen.

Am Anfang stehen drei Fragen: Was will ich? Was kann ich besser als andere? Wovon brauche ich mehr, wovon weniger?

Im Karriere-Profiling arbeite ich mit meinen Klientinnen und Klienten heraus, welche Berufsfelder und Rollen zu Ihrer Persönlichkeit, den Kompetenzen, dem Entwicklungspotenzial und den Werten passen. Daraus entsteht ein Ziel, das mehrere Wege zulässt.

Diese Offenheit ist ein Vorteil. Fällt eine Wunschposition weg, bleiben die anderen Wege bestehen.

Steht das Ziel, geht es um die Schritte dorthin.

Karrierestrategie, in Schritten von einem Jahr denken

Eine Strategie über zehn Jahre lässt sich nicht planen, weil sich Arbeitsmarkt und Lebensumstände schneller ändern. Gut planbar ist der Zeitraum von einem bis zwei Jahren.

Dafür braucht es zwei Antworten: Welche Kompetenzen fehlen für das Ziel? Und lässt sich der nächste Schritt beim jetzigen Arbeitgeber gehen, oder braucht es einen Wechsel?

Dazu kommt die Positionierung für den Arbeitsmarkt. Wie präsentieren Sie Ihren bisherigen Weg so, dass er für das neue Ziel überzeugt? Welche Erfahrungen zählen dort, welche treten in den Hintergrund?

Eine Strategie bleibt allerdings nur so lange richtig, wie ihre Voraussetzungen gleich bleiben.

Wann sollten Sie Ihre Strategie überprüfen?

Motive und Bedürfnisse verschieben sich mit den Lebensphasen. Was mit dreißig zählte, kann mit fünfundvierzig zur Nebensache werden.

Nach der Elternzeit, nach einem Umzug, mit der Pflege von Angehörigen oder in der ersten Führungsrolle stehen andere Dinge im Vordergrund als vorher.

Deshalb gehört zu jeder Karrierestrategie ein fester Termin, an dem Sie zwei Fragen beantworten: Passt das Ziel noch zu meinem Leben? Und komme ich mit meinen Schritten tatsächlich näher?

Quellen & Literaturtipps:

Karriere Coach

Wie kann ich wieder mehr "ich" sein im Job? Als Arbeits- und Organisationspsychologin und Karriere-Coach begleite ich Fach- und Führungskräfte in Hamburg und bundesweit bei der Stärkung Ihrer Karriere-Kompetenz. Gemeinsam klären wir Fragen wie: Was genau macht mich so unzufrieden im Job? Soll ich den neuen Job annehmen oder doch besser bleiben? Oder: Was muss ich tun, um meinen Traumjob zu bekommen? Das Ziel ist, dass Sie bald wieder zufrieden und erfolgreich sind – in einem Job, der wirklich passt.