Jobcrafting
Unter Jobcrafting (Job Crafting) versteht man die bewusste Gestaltung des eigenen Arbeitsplatzes durch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Dieser Ansatz ermöglicht es, Aufgaben, Arbeitsbeziehungen und die Wahrnehmung der eigenen Tätigkeit so anzupassen, dass sie besser zur individuellen Persönlichkeit passen und mehr berufliche Zufriedenheit entsteht.
Tiefgang: Jobcrafting im beruflichen Kontext
Job Crafting ist mehr als eine Methode zur Arbeitszufriedenheit:
- Selbstwirksamkeit statt Anpassung: Jobcrafting ermöglicht es, berufliche Unzufriedenheit aktiv anzugehen, statt sich weiter zu verbiegen oder sofort zu kündigen. Sie gestalten Ihre Arbeit so, dass sie zu Ihnen passt.
- Interne Mobilität nutzen: Viele Unternehmen bieten ungenutzte Möglichkeiten für interne Wechsel oder Aufgabenverschiebungen. Jobcrafting macht diese Spielräume sichtbar und nutzbar.
- Persönlichkeit und Arbeit in Einklang bringen: Eine gezielte Analyse zeigt, wo die im Job gezeigte Persönlichkeit von der eigentlichen Persönlichkeit abweicht. Diese Erkenntnis ist der Ausgangspunkt für konkrete Veränderungen.
- Prävention von Erschöpfung: Wenn Aufgaben dauerhaft nicht zur eigenen Persönlichkeit passen, kostet das Energie. Jobcrafting hilft, Tätigkeiten zu finden, die Energie geben statt sie zu rauben.
- Alternative zur Kündigung: Nicht jede berufliche Unzufriedenheit erfordert einen Jobwechsel. Jobcrafting zeigt Wege auf, die viele Menschen zunächst nicht sehen.
Expertisen-Check und Abgrenzung: Der Nutzen von Jobcrafting
Job Crafting bietet einen konkreten Weg zur beruflichen Entwicklung, ohne das Unternehmen verlassen zu müssen. Im Rahmen einer Karriereberatung in Hamburg oder durch Karriere Coaching Hamburg lässt sich gezielt analysieren, wo die gezeigte Arbeitspersönlichkeit von der eigentlichen Persönlichkeit abweicht. Mithilfe von Karriere-Profiling in Hamburg, etwa durch den Personality Profiler oder Career Profiler, werden Tätigkeitsbereiche sichtbar, die besser zum eigenen Charakter passen.
Dieser Ansatz unterscheidet sich von einer klassischen Neuorientierung dadurch, dass er auf Veränderung innerhalb des bestehenden Unternehmens setzt. Sie gestalten Ihren Arbeitsalltag aktiv mit und finden Möglichkeiten, mehr von dem zu tun, was Ihnen liegt.
Jobcrafting als Weg zu mehr beruflicher Zufriedenheit
Viele Menschen glauben zunächst, dass sie sich bei Unzufriedenheit im Job noch mehr anpassen müssen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Job Crafting ermöglicht es Ihnen, Ihre Stärken bewusster einzusetzen und Tätigkeiten zu übernehmen, die Ihrem Charakter entsprechen.
Ein Maschinenbauingenieur arbeitete beispielsweise lange als Projektmanager, fühlte sich in dieser Rolle jedoch zunehmend unwohl. Durch eine gezielte Analyse seiner Persönlichkeit wurde deutlich, dass ihm der Bereich Vertrieb und Vertragsmanagement viel mehr lag. Nach einem internen Wechsel in diesen Aufgabenbereich war er spürbar zufriedener und auch erfolgreicher.
Wie Jobcrafting in der Praxis funktioniert
Jobcrafting lässt sich auf verschiedenen Ebenen umsetzen. Sie können Aufgaben neu verteilen, Schwerpunkte verschieben oder Ihre Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen anders gestalten.
Manchmal reicht es schon, bestimmte Tätigkeiten auszubauen und andere zu reduzieren. In anderen Fällen bedeutet Jobcrafting, dass Sie intern in einen anderen Bereich wechseln, der besser zu Ihnen passt.
Der erste Schritt besteht darin, sichtbar zu machen, wo Ihre gezeigte Arbeitspersönlichkeit von Ihrer eigentlichen Persönlichkeit abweicht. Tools wie der Personality Profiler oder der Career Profiler helfen dabei, genau diese Unterschiede zu erkennen.
Jobcrafting und die eigene Persönlichkeit
Die Persona-Analyse zeigt, welche Tätigkeitsbereiche am besten zu Ihrem Charakter passen. Sie erkennen, wo Sie Energie gewinnen und wo Sie Energie verlieren.
Diese Klarheit ermöglicht es Ihnen, konkrete Schritte zu entwickeln. Sie können gezielt das Gespräch mit Vorgesetzten suchen oder neue Aufgaben vorschlagen, die zu Ihren Stärken passen.
Jobcrafting setzt voraus, dass Sie Ihre eigenen Bedürfnisse und Talente kennen. Je besser Sie verstehen, was Ihnen beruflich wichtig ist, desto gezielter können Sie Ihren Arbeitsplatz gestalten.
Jobcrafting in der modernen Arbeitswelt
Die heutige Arbeitswelt bietet mehr Gestaltungsspielraum als früher. Flexible Arbeitsmodelle und flachere Hierarchien eröffnen neue Möglichkeiten für Jobcrafting.
Gleichzeitig steigt der Anspruch, dass Arbeit sinnvoll sein soll. Menschen möchten ihre Persönlichkeit auch im Beruf zeigen können.
Jobcrafting verbindet diese beiden Entwicklungen miteinander. Sie nutzen die Freiräume der modernen Arbeitswelt, um Ihre Arbeit sinnvoller und passender zu gestalten.
Wann Jobcrafting besonders hilfreich ist
Jobcrafting eignet sich besonders, wenn Sie grundsätzlich zufrieden mit Ihrem Arbeitgeber sind, aber mit Ihren konkreten Aufgaben hadern. Es hilft Ihnen, wenn Sie das Gefühl haben, Ihre Stärken zu wenig einsetzen zu können.
Auch wenn Sie mehr Selbstwirksamkeit im Job erleben möchten, bietet Job Crafting wertvolle Ansätze. Sie übernehmen Verantwortung für Ihre berufliche Zufriedenheit und werden aktiv.
Die Methode zeigt Ihnen Wege auf, die Sie vielleicht noch gar nicht in Betracht gezogen haben. Eine Kündigung ist oft gar nicht nötig, wenn Sie Ihren aktuellen Arbeitsplatz neu gestalten können.
Quellen & Literaturtipps:

